Wie wirkt sich die mit dem gestrigen Entscheid des US-Abgeordnetenhauses gegen das Rettungspaket (s. NZZ: “Keine Mehrheit für die Banken-Nothilfe“) eskalierte Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt aus? Eine Frage, die vielen unter den Nägeln brennt. Nachfolgend einige Zitate aus jüngeren Artikeln:
derNewsticker.de, “Arbeitsmarkt trotzt Bankenkrise und schwächerer Konjunktur“:
“(…) Die internatinale Finanzkrise schlage bisher nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt durch, betonte Weise. Auch für 2009 seien keine negativen Auswirkungen zu befürchten. Sollten die Turbulenzen aber dazu führen, dass sich die besonders beschäftigungswirksamen mittelständischen Unternehmen bei den Banken nicht mehr ausreichend mit Kapital versorgen könnten, könnte sich dies ändern. «Dies ist im Moment nicht erkennbar», sagte der BA-Chef.”AFP, “Höchster Arbeitslosen-Anstieg in Frankreich seit 15 Jahren“:
“Paris (AFP) — Konjunkturflaute und Finanzkrise hinterlassen in Frankreich inzwischen deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Die französische Regierung kündigte an, sie rechne mindestens für die nächsten zwölf Monate mit “schlechten Arbeitsmarktzahlen.” “Ich glaube, dass wir in eine schwierige Phase eintreten, die mindestens ein Jahr dauern wird”, sagte der für Beschäftigung zuständige Staatssekretär Laurent Wauquiez im Radiosender France Inter.”Moneycab: “CS sieht Schweizer BIP-Wachstum 2009 bei 1,0 Prozent“:
“(…) Der Arbeitsmarkt reagiert in der Regel verzögert auf Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Die Beschäftigung wird deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mindestens bis Mitte 2009 weiter zunehmen, wenn auch in gedrosseltem Tempo. Da der private Konsum stark durch die Arbeitsmarktsituation beeinflusst wird, dürfte er 2009 eine Wachstumsstütze bleiben, jedoch mit nachlassender Tragkraft.”SF Tagesschau, “Schweiz steht vor Rezession“:
“(…) Der in den vergangenen Jahren stetige und starke Anstieg der Beschäftigung geht zwar auch zu Ende. Der Beschäftigungsrückgang falle aber nicht so stark aus, dass es verbreitet zu konjunkturbedingten Entlassungen komme, sagte Sturm.
Vielmehr würden Arbeitsplätze, die im Rahmen der üblichen Fluktuation frei würden, nicht mehr besetzt. Dies trifft dann vor allem Schul- und Lehrabgänger, die auf den Arbeitsmarkt drängen. So dürfte die Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich steigen.
Insgesamt falle der Anstieg der Arbeitslosigkeit «eher mässig» aus, sagte Sturm: Nach einer Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent im laufenden Jahr erwarten die KOF-Ökonomen einen Anstieg auf 2,8 Prozent im nächsten und auf 3,1 Prozent im übernächsten Jahr.”
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
[...] Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt?Übersicht zu einigen Artikeln zu dieser Thematik [...]