23. Juli 2010, R. Stad
Im Beitrag “Im Dreiviertelhosen-Takt in die Chefetage?” haben wir über die heissen Juli-Tage geschrieben. Heute, ordentlich kühler, zieht MittelstandsWiki unter “Ein Fünftel der Betriebe beklagt Hitzefolgen” ein vorläufiges Fazit für Deutschland, das in der Grundtendenz sicherlich auch für die Schweiz Gültigkeit haben dürfte:
“Die Hitzewelle hinterlässt in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren, wie eine Blitzumfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab. Demnach spürt jedes zweite Unternehmen die Auswirkungen der hohen Temperaturen auf seine Geschäftsstätigkeit. Die Bandbreite reicht von sinkender Produktivität der Mitarbeiter bis hin zu längeren Maschinenstillstandszeiten aufgrund von hitzebedingten Reparaturen. Allerdings halten sich die Umsatzeinbußen noch im Rahmen: Lediglich 9 % der Großunternehmen und nur 6 % des Mittelstands fühlen sich bisher betroffen. Eine Zunahme beklagt die Wirtschaft jedoch vor allem beim Krankenstand.”
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23. Juli 2010, R. Stad
Mal was ganz anderes: Wussten Sie, dass der Big Mac von McDonald’s als Grundlage für einen weltweit beachteten Indikator für die Finanzwirtschaft gilt? Im Artikel “Big Mac als Leitwährung” erklärt Financial Times Deutschland die Grundlagen:
“Maß der Dinge ist der durchschnittliche Preis, den McDonald’s in den USA für einen Big Mac verlangt – derzeit 3,73 Dollar . Dem werden die in Dollar umgerechneten Big-Mac-Preise in 120 Ländern der Welt gegenübergestellt. Die Differenz zwischen Burger-Wechselkurs und dem realem Devisenkurs zeigt an, wie stark eine Währung über- oder unterbewertet ist.”
Führend in der Differenz von Big Mac-Preis und Währungskurs ist laut Financial Times Deutschland derzeit China mit einer relativen Unterbewertung des Yuan um 48 Prozent. Hinter Norwegen rangiert die Schweiz mit plus 66 Prozent auf Rang 2 der “überbewerteten Währungen”. Die aktuelle Tabelle findet sich beim Herausgeber “The Economist” unter “Burgernomics: When the chips are down“.
Zur diesbezüglichen Überbewertung des Schweizer Frankens schreibt die Basler Zeitung im Artikel “Franken massiv überbewertet“:
“Geht es nach dem «Economist», ist der Franken gegenüber dem Dollar 66 Prozent überbewertet. Das liegt daran, dass er im Zuge der Krise wieder seine klassische Rolle als sicherer Hafen der Investoren angenommen hat. Sie investierten mehr in Franken, weil sie die hiesige Währung und Wirtschaft für stabiler und vertrauenswürdiger halten. Die Schweizerische Nationalbank hat das zwar zu verhindern versucht, um die Exporte nicht zu verteuern. Bislang allerdings mit nur mässigem Erfolg.”
Selbstverständlich ist der Big Mac-Index lediglich als “grober” Indikator zu verstehen. Financial Times Deutschland schreibt dazu:
“Der “Economist” mahnt jedoch, seinen Index vor Genuss mit einer ordentlichen Prise Salz zu versehen. Denn trotz aller Parallelen zur Finanzwelt gibt es im Big-Mac-Kosmos eine Reihe von Faktoren, die die globale Vergleichbarkeit einschränken. So bleiben unterschiedliche Lohnniveaus ebenso unberücksichtigt wie die lokalen Preise für Gurkenscheiben, Pappbrötchen und Rindfleischpattys.”
Interessierte finden Details zur Berechnung, eine kritische Betrachtung und weiterführend Links u.a. bei Wikipedia.
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8. Juli 2010, R. Stad
Das Seco informiert über die “Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2010” und schreibt in der Pressemitteilung:
“Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Juni 2010 144’473 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 6’601 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,8% im Mai 2010 auf 3,7% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4’220 Personen (+3,0%).”
NZZ Online führt unter “Arbeitslosigkeit sinkt im Juni weiter” aus, dass sich die Jugendarbeitslosenquote überproportional um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent reduziert habe. Am Vortag hat dieselbe Redaktion im Artikel “Robuster Schweizer Arbeitsmarkt” zum internationalen Vergleich festgehalten:
“Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich in der Schweiz zwischen dem Frühling 2008 und dem Frühling 2010 von 3,5 auf 4,5 Prozent, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bekanntgab. In den OECD-Ländern stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Zeit im Durchschnitt von 5,7 auf 8,7 Prozent.”
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7. Juli 2010, R. Stad
Widmen wir uns aus aktuellem Anlass der Korrelation von Kleiderordnung und Temperatur, respektive der Frage, wie weit Dreiviertielhosen & Co. in der Geschäftswelt Platz haben (sollten)?
Vorneweg gesagt, der Dresscode ist Sache des Arbeitgebers und auch ohne entsprechende Richtlinien liegt auf der Hand, dass für Mitarbeitende mit Kundenkontakten andere Regeln gelten als für die übrigen Kolleginnen und Kollegen. Focus Online schreibt unter “Dresscode: Kein Recht auf kurze Hosen” zu den Details:
“Je nach Geschlecht gelten unterschiedliche Regeln für stilsichere Kleidung im Sommer. Frauen sind bei hohen Temperaturen im Vorteil, sagt Stilberater Uwe Fenner. Sie dürften mehr Haut zeigen als Männer: „Als Dame würde ich einfach ein luftiges Kleid anziehen.“ Sofern sie in einem konservativen Unternehmen arbeitet, sollte frau allerdings an der Strumpfhose festhalten, sagt Karin F. Hallinger, Knigge-Trainerin aus Landsberg am Lech. Es sei eher in modernen Firmen erlaubt, nackte Haut an den Beinen zu zeigen – und auch nur, wenn diese sehr gepflegt und rasiert ist. (…)
Männer haben dagegen weit weniger Freiheiten. Experte Fenner hält weder Sandalen noch Kurzarm-Hemden für angemessen. „Statt ein kurzärmeliges Hemd anzuziehen, können Männer die Ärmel eines normalen Hemdes hochkrempeln.“ In lockerer Umgebung kann das Hemd auch gegen ein Poloshirt getauscht werden. Generell gehe es bei Stilfragen immer darum, rücksichtsvoll mit seinen Mitmenschen umzugehen, sagt er. Kurze Hosen würden sich daher verbieten: „Shorts sind eine ästhetische Zumutung für Kunden und andere Kollegen.“
Doch solcherlei Regeln werden aufgeweicht. So zeigt zum Beispiel das Österreichische Fernsehen unter “Männer: Hitze-Dresscode fürs Büro” Bilder von Businessmode mit kurzen Hosen und Sakkos, die sich in Grossstädten bereits durchgesetzt habe.
Am allerwichtigsten ist und bleibt aber die Beobachtung des direkten Arbeitsumfeldes mit entsprechenden Dresscode-Rückschlüssen.
S. auch bisherige Beiträge zum Thema “Dresscode“.
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6. Juli 2010, R. Stad
Tagtäglich findet man im Web interessante Beiträge zu Gegenwart und Zukunft rund um den Themenkreis “Arbeit”. Anbei eine kleine Auswahl jüngster Beispiele:
- Jagd auf die Mitarbeiter der Zukunft, Welt Online
“Gut qualifizierter Nachwuchs wird wertvoller, darum müssen die Firmen schon heute planen, wie ihr Personalbedarf in einigen Jahren aussehen wird.”
- Soziale Netzwerke – “Verbote sind keine Lösung”, Zeit Online
“Arbeitgeber sollten in Richtlinien festlegen, wie ihre Mitarbeiter soziale Netzwerke nutzen dürfen, sagt der Jurist Carsten Ulbricht im Interview. So könne man Konflikten vorbeugen.”
- Mobiles Arbeiten – Chefs lassen Home Office nicht zu, CIO.de
“Mobiles Arbeiten liegt im Trend – zumindest bei den Analysten und Beratern in der IT-Branche. Zahl und Funktionsumfang mobiler Endgeräte steigen exponentiell an und erlauben Formen der Geschäftstätigkeit jenseits klassischer Büros, von denen man vor ein paar Jahren allenfalls träumen konnte. Wie oft, hinken viele Unternehmen dem Stand der Technik hinterher (…).”
- (Die) Social Recruiting Umfrage 2010, wollmilchsau
“Social Media spielt bei den Recruiting-Aktivitäten in den USA eine immer bedeutendere Rolle. Eine Studie aus dem Hause jobvite brachte diesbezüglich wieder einmal beeindruckende Entwicklungen zutage, die uns in unserer Arbeit bestärken und die Zweifler weiter ins Schwanken bringen dürften.”
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25. Juni 2010, R. Stad
Eine Sammlung interessanter, themenaffiner Artikel und Postings der letzten Tage:
- Achtung Kündigung! 10 schnelle Tipps für den Jobverlust, Berufebilder.de
“Eine Kündigung kann heutzutage jeden treffen – schnell, hart und schmerzvoll. Denn wer seinen Arbeitsplatz verliert, muss erstmal mit dem Schock fertig werden. 10 Tipps, wie Sie im Falle eines Falles reagieren und worauf Sie achten sollten. (…)”
- Führungskräfte – 5 Tipps für die richtige Work-Life-Balance, CIO.de
“Besteht ein Ungleichgewicht zwischen der Arbeit und dem Privatleben, setzt das die Betroffenen unter Stress. In schlimmen Fällen leiden sie dann beispielsweise unter Burnout. Wie man stressgefährdete Mitarbeiter in IT-Projekten erkennt und schützt, erläuterte vor kurzem Anti-Stress-Trainer Peter Buchenau im CIO-Interview.”
- Mitarbeiterbindung wichtig – Leistungsträger wollen Job wechseln, CIO.de
“Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung steigen auch die Möglichkeiten. Viele Mitarbeiter denken wieder an die eigene Karriere. Sie reflektieren über das Verhalten ihres Arbeitgebers, die eigene Loyalität und wie weit sie sich in das Unternehmen einbringen wollen. Das ist das Ergebnis der Studie „Attraktive Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa“ des Beratungsunternehmens Hewitt Associates.”
- Prognose für 2025 – Deutschland wandelt sich zum Arbeitsmarkt-Paradies, Spiegel Online
“Laut einer Studie wird es 2025 kaum noch Erwerbslose geben. Der Grund ist die alternde Gesellschaft – dem Jobmarkt stehen immer weniger Menschen zur Verfügung.”
- Büroalltag – Hey Boss, ich brauch mehr Geld!, Spiegel Online
“Beim Chef um mehr Geld betteln – vielen ist ein solches Gespräch unangenehm. Doch die jährlichen Verhandlungen sind extrem wichtig, denn von allein wird der Arbeitgeber kaum mehr Gehalt bieten. Managementberater Rüdiger Klepsch verrät, wie Sie am besten vorgehen.”
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9. Juni 2010, R. Stad
Betrachtet man den Spielplan der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft wird schnell klar: Die Verlockung, Spiele via Internet am Arbeitsplatz zu gucken, ist äusserst verlockend. Doch wie verhält es sich mit dem privaten Fussball-WM-Surfen rechtlich? Nun, als oberster Grundsatz sollte die Vernunft stehen: Wer als Arbeitnehmer am Arbeitsplatz stundenlang privat surft, schadet seinem Arbeitgeber – unabhängig davon, ob einschlägige betriebliche Richtlinien bestehen oder nicht. Die rechtliche Situation wird im “Leitfaden Internet- und E-Mail-überwachung am Arbeitplatz” des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten festgehalten. Ein Auszug:
“Ob Arbeitnehmer das Recht haben, privat Internet und E-Mail zu nutzen, hängt in erster Linie vom Willen des Arbeitgebers ab. Ähnlich wie in anderen Bereichen des Arbeitsverhältnisses, hat er ein Weisungsrecht (Art. 321d Obligationenrecht, OR, SR 220). (…).
Für den Arbeitgeber ist es ratsam, eine schriftliche Weisung über die Nutzung netzbasierter Anwendungen zu erlassen, obschon dies nicht obligatorisch ist. Ein solches Nutzungsreglement (…) schafft Transparenz und Rechtssicherheit in den Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. (…)
Die private Benutzung der netzbasierten Anwendungen wird je nach Nutzungsreglement entweder zugelassen, eingeschränkt oder ganz verboten.”
Mittelstands-Wiki schreibt heute im Beitrag “Fußball-WM während der Arbeitszeit?“:
“(…) Dabei ist die WM bestenfalls ein besonders attraktiver Anlass für privates Surfen am Arbeitsplatz, aber keineswegs der einzige. Fast jeder zweite Berufstätige (43 %) verwendet das Web während der Arbeit für private Zwecke, jeder vierte (25 %) sogar täglich. Das geht aus einer etwas älteren BITKOM-Studie zur Internetgesellschaft hervor, die von dem Hamburger Institut Aris durchgeführt wurde.
Es gibt aber auch eine Kehrseite, die die Firmen nicht vergessen sollten: Zwei Drittel der Berufstätigen (67 %) sind mittlerweile dank Internet und Handy auch nach Büroschluss regelmäßig für Kunden, Kollegen oder Chefs erreichbar. „Die Grenze zwischen Job und Privatleben ist längst gefallen“, so BITKOM-Präsident Scheer. ‘Sowohl Firmen als auch Arbeitgeber können von einer gewissen Flexibilität im Umgang mit dem Web profitieren.’”
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8. Juni 2010, R. Stad
Heute hat das Seco die Zahlen zur “Lage auf dem Arbeitsmarkt im Mai 2010” publiziert und in der Pressemitteilung festgehalten:
“Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Mai 2010 151’074 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 7’496 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 4,0% im April 2010 auf 3,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 15’946 Personen (+11,8%).”
NZZ Online titelt “Keine Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt“, verweist dann aber immerhin auf “einige Verbesserungen gegenüber den Vormonaten”.
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3. Juni 2010, R. Stad
CNN.com meldet heute im Artikel “Jobless claims decline” zwar eine Reduktion der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, der Rückgang fiel aber weniger markant als erwartet aus.
Ebenfalls heute wurde der neueste ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht: boerse.ARD.de schreibt dazu unter “US-Arbeitsmarkt kommt mühsam in Gang“:
“Der ADP-Arbeitsmarktbericht für den Monat Mai zeigt zwar einen leichten Anstieg der Beschäftigung in den USA. Der Zuwachs in der US-Privatwirtschaft fiel mit 55.000 allerdings geringer aus als erwartet. Volkswirte hatten mit einem Plus von 60.000 Stellen gerechnet Im Vormonat hatten 65.000 Menschen neue Jobs gefunden. Von einem dynamischen Zuwachs bei der Beschäftigung kann also nicht gesprochen werden.”
Deutlich positivere Schlagzeilen generierte der Arbeitsmarktbericht in Deutschland vergangenen Dienstag. “Arbeitsmarkt schüttelt Krise ab“, meldete zum Beispiel Reuters und schrieb:
“Mit 3,242 Millionen Arbeitslosen verzeichnete die Bundesagentur 165.000 weniger als im April und 217.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich um 0,4 Punkte auf 7,7 Prozent. “Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt”, sagte Weise. Noch niedriger war die Arbeitslosigkeit in einem Mai zuletzt 1992.”
Auch in Österreich wurde Tauwetter ausgemacht. ORF.at meldete gestern im Artikel “Arbeitslose: AMS-Chef Kopf sieht Entspannung” eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes und einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Die neuesten Arbeitslosenzahlen für die Schweiz werden kommenden Dienstag veröffentlich werden.
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27. Mai 2010, R. Stad
“Stabile Konjunktur auch dank Zuwanderern” titelt SR DRS und schreibt auf seiner Website:
“Die Schweiz hat die Wirtschaftskrise unter anderem wegen der Arbeitskräfte aus der EU so gut überstanden. Laut dem Seco verdrängen Arbeitskräfte aus den EU-Ländern Einheimische kaum.”
Der Beitrag verweist auf den 6. Bericht des Observatoriums zur Personenfreizügigkeit, den das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) heute präsentiert hat und fügt an, dass sich die Personenfreizügigkeit insbesondere während der Krisenzeit bewährt habe. Das Seco hält diesbezüglich in seiner Pressemitteilung fest:
“Das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) hat die Zuwanderung von Arbeitskräften in die Schweiz in den letzten acht Jahren begünstigt und der Schweizer Volkswirtschaft einen aussergewöhnlich starken Aufschwung ermöglicht. Der Anteil an gut qualifizierten Arbeitskräften war bei den neu Zugewanderten überdurchschnittlich hoch, was dem Bedarf der Wirtschaft entsprach.
Mit dem Einbruch der Wirtschaftsentwicklung verringerte sich der Wanderungssaldo der ständigen und nicht-ständigen ausländischen Wohnbevölkerung 2009 gegenüber dem Vorjahr um einen Viertel, jener von EU/EFTA-Staatsangehörigen sogar um einen Drittel. Allerdings war die Netto-Zuwanderung mit plus 68′000 Personen im Vergleich zu früheren Abschwungphasen relativ hoch. Während die anhaltende Zuwanderung den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Beginn der Wirtschaftskrise etwas beschleunigt haben könnte, wirkte sie sich gleichzeitig stabilisierend auf den Konsum und die Bauinvestitionen aus. Auch wegen der Zuwanderung fielen die Rezession und der Beschäftigungseinbruch in der Schweiz im Vergleich zu anderen Industrienationen moderat aus.”
Und NZZ Online schreibt im Artikel “Beschäftigung in der Schweiz nimmt zu” über den vom Bundesamt für Statistik ebenfalls heute veröffentlichen “Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2010“:
“Die Beschäftigungslage in der Schweiz hat sich im ersten Quartal 2010 dank einem Zuwachs im Dienstleistungssektor insgesamt leicht verbessert. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BfS) stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent auf 3,961 Millionen. Dem Plus von 0,8 Prozent auf 2,94 Mio. Beschäftigte im Dienstleistungsbereich stand eine Abnahme um 1,9 Prozent auf 1,021 Mio. Beschäftigte in der Industrie gegenüber.
Der Index der offenen Stellen deutet für die nächsten Quartale jedoch auf eine Verbesserung im sekundären Industriesektor hin, erklärte das BfS weiter. Insgesamt sei mit einer allmählichen Verbesserung der Beschäftigungssituation in den nächsten Quartalen zu rechnen.”
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